Silvester 2009

Weinend, mit Tarotkarten auf dem Boden hockend. So war mein Silvester 2009.

Dies ist nun bald 5 Jahre her und es erscheint mir wie eine Ewigkeit. „Ich werde mein Leben ändern“, schluchzte ich. Doch anstatt sich ein neues Hobby zu suchen, mal spazieren gehen oder so, war meine felsenfeste Absicht Männer zu daten. Liebe und Herzen. Wie süß naiv.

Da ich bis dato nicht unbedingt ein Männerschwarm war und mir Ansammlungen von Menschen zuwider sind, war mir klar – das Internet ist die Lösung – ! Man hört doch immer von der Schwester einer Freundin, deren Arbeitskollegin hat DIE große Liebe online gefunden. Sie sei eigentlich ganz schüchtern und habe die Hoffnung schon aufgegeben. Genau…

Doch ich war naiv, ich dachte ich kann meine äußerst sympathische Art erstmal besser ohne Optik verkaufen. Jetzt muss ich lachen, denn ich kenne keinen oberflächigeren Ort als das Internet. Doch weiter in der Geschichte:

Anfang Januar meldete ich mich zunächst in einer regionalen Partnerbörse an. Über diese Seite traf ich 6 Männer. Einige Monate später fand man mich bei einer Seite, die auf Sexkontakte angelegt ist. Da kamen noch einmal 36 Männer hinzu.. Man gönnt sich ja sonst nix.

Die vielen Geschichten über Dates und beinahe-Dates, die möchte ich Dir erzählen. Wenn es keiner weiß, ist es als ob es nie passiert sei.. aber es ist eine Menge passiert.

Hier eine kleine Anleitung für den Blog : 

Unter der Kategorie ‚Männer‘ findest du alle Geschichten über die, richtig, Männer.

Unter ‚Zwischenschritte‘ erkläre ich den Wechsel von Partnerbörse zu Sexseite.

Und unter ‚Das Ding mit..‘ gibt es ab und an mal einen Text über irgendein allgemeines Thema wie Intimbehaarung.

Viel Spaß :) !

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Goodbye my lover

Hey!

Ich bin es, die Person vom letzten Date, die ganz nett war aber sich nie meldet. Dann kommt sie um die Ecke und verspricht Besserung, doch es kommt danach nie was. Bis alles unangenehm ist und ein Hauch von Hass die Szenerie erfrischt.

Lasst mich euch erlösen. Seien wir doch ehrlich, hier kommt nichts mehr. Leichen soll man verbleichen lassen, wir sind hier nicht bei Supernatural. Oder Buffy. In meinem Leben ist gerade kein Platz für kecken Talk über Scheiden und Ejakulat, ich möchte über andere Dinge sprechen und werde dies auf einem anderen Blog machen.

Es war spaßig, es war toll hier. Aber ich habe nichts mehr zu sagen. Löschen werde ich diesen Blog nicht, weil er so an sich nicht schlecht ist. Eine Zukunft sehe ich jedoch gerade nicht.

Danke fürs Lesen, Lachen und den Zuspruch, es war mir eine Ehre <3

 

P.S.: Die #42 war ein 21 Jahre alter Sportler, der überall nur Muskeln oder Hornhaut (auf den Schultern z.B.) hatte und nach einer unspektakulären Nummer direkt einschlief und nach dem Aufwachen Social Media checkte – ohne mit mir zu sprechen. Wochen später fragte er, ob er mit einem Kumpel vorbeikommen könnte. Ich habe abgelehnt und ihn nie wieder getroffen. Einmal hat ihn Nachts aus Versehen mein Arsch angerufen (schlaft nicht auf euren Handys ein!), was sehr unangenehm war.

P.P.S: Ansonsten halt sexlos und lieblos, was sich erstmal nicht ändern wird. Ihr verpasst also nix^^.

 

Macht es besser :),

Nina

 

 

#41

Hallo!

Was ihr nicht seht: ich schreibe schon seit Monaten an diesem Artikel. Immer kommt etwas zwischen die Beendigung und ich muss die Einleitung neu schreiben. First world problems. Für eventuelle Rechtschreibfehler im unteren Drittel entschuldige  ich mich jetzt schon. Schreibe im Stehen, habe es in den letzten Wochen aus universitären Gründen mit dem Sitzen übertrieben und darf nun die Folgekosten, alias Schmerzen im Steiß, tragen. Aber irgendwie ist so auf einer Stelle stehen auch nicht geil. Aber, oh welch Zufall (leider!), gliedert sich diese Einleitung ganz gut in den Artikel. Have fun!

 

Erster Akt: Neues Studium, neuer Mann 

Falls ihr euch an die letzten beiden Männer erinnern könnt, wisst ihr, dass ich mich von deren Schönheit hab leiten lassen. Nicht, dass die Quatschköpfe waren, nur wäre mir das auch egal gewesen. #39 und #40 traf ich im Dezember, #41 im Oktober (oder November?) im Jahr darauf. Ich musste meine Bachelorarbeit schreiben, es war fucking heiß, ich hatte meinen ersten Bandscheibenvorfall und zog um (2x). Und im Sommer traf ich das letzte mal die #28. Oft glaube ich, dass mein Leben früher besser war, doch wenn ich mal so die Ereignisse aufzähle.. Hm. Nee, war nicht so geil. Im Oktober begann ich mein Masterstudium und zu der Zeit schrieb ich mit #41. Eigentlich wollte ich keine Männer mehr online daten, aber mir war öde und ich war einsam. Wie immer eigentlich :D (öde heißt nicht langweilig, mir ist nämlich nie langweilig).

Auf jeden Fall schrieb ich mir mit #41 und er war anfangs ganz ok. Schrieb zunächst kurze Texte, wir kamen nicht so richtig ins Gespräch, doch dann platze der Knoten eines Tages (ich weiß das Thema nicht mehr..) und wir schrieben und schrieben. Absolut auf einer Wellenlänge und wenn wir unterschiedlicher Meinung waren, dann mit dem gegenseitigen Interesse mehr über den Standpunkt des anderen zu hören. Es war wirklich sehr schön und so ehrlich. Ich treffe selten Menschen mit denen ich auch über tabuisierte Themen ganz sachlich und wissenschaftlich sprechen kann. #41 war so ein Mensch (ist er wohl immer noch). An irgendeinem Tag bekam ich eine Sprachnachricht von ihm und das war für mich zu diesem Zeitpunkt total neu.

Kleiner Exkurs: Ich liebe Sprachnachrichten so sehr, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Ich schicke sie gerne, da ich über alles reden kann, ohne unterbrochen zu werden oder mich vom gelangweilten Gesicht des Gegenübers irritieren zu lassen. Es ist wie ins Tagebuch schreiben, nur ohne das olle Schreiben. Natürlich bekomme ich auch gerne Sprachnachrichten und #41 war wirklich gut darin. Die Kunst einer Sprachnachricht besteht nämlich darin, sie auch mit Inhalt zu füllen. Von #41 bekam ich teilweise Nachrichten, die 40 Minuten gingen. Ach fuck, das war echt gut.

 

Zweiter Akt: Wann ist ein Mann ein Mann (dudududududu)?

Das intensive Schreiben dauerte grob eine Woche und in dieser Zeit lernte ich #41 wirklich gut kennen. Definitiv mehr als so manch einen vor oder nach ihm. Hier liegt auch die Besonderheit, denn er hatte Vorlieben, die nicht in das Klischee vom harten Mann passen. Baumarkt, Bier, Fußball. Ich mag keine Klischees, doch sie existieren und in irgendeiner Hinsicht besetzen wir sie alle. Dass sich Männer die Nägel lackieren (bunt, nicht schwarze Nägel, die ja schon in vielen Kreisen normalisiert sind), ein Tutu besitzen oder einen Windelfetisch haben, gehört nicht unbedingt zum Klischee Mann. #41 brachte all dies mit und ich fand es unheimlich spannend und bis zu einem gewissen Grad auch anziehend. Besonders die lackierten Nägel, was ich leider nie live gesehen habe, sondern nur per Foto. Zusammen in der Drogerie Lack kaufen und sich dann Zuhause bei nem Kaffee die Nägel lackieren und quatschen. Das klingt doch sehr geil!

Warum ist Nägel lackieren so gegendert? Hättet ihr was gegen Männer mit bunten Nägeln? Ich finde es sexy. Die weiblich konnotierten Klamotten haben mich auch nicht gestört. Nur der Windelfetisch ;D. Was heißt gestört… Ich verbinde keine erregenden Gefühl mit dem Gedanken in eine Windel zu machen und dies dann in den Sexualakt einzubauen. Bei ihm war auch eine Kopro- und Urophilie am Start. Beides nicht meine Spielplätze, aber ich habe mich besonders am Windelthema sehr interessiert gezeigt. Nicht, weil mich es geil gemacht hat, sondern weil ich vorher noch nie mit einem erwachsenen Windelträger (ohne Inkontinenz) zu tun hatte und #41 so elaboriert über seine Wünsche und Fantasien sprechen konnte, dass ich lauschen wollte.

Erste/letzte Date

Butter bei die Fische. Es passte insgesamt ganz gut und wir wollten uns sehen. Um allen Eventualitäten vorzubeugen, trafen wir uns in meiner alten Uni (er wohnte in der Nähe) in einem Seminarraum. Dass ich da vorher nie drauf kam… Falls sich wer wundert: einige Räume waren immer offen und benutzbar. Da saßen wir nun in den Geisteswissenschaften und schnackten. Ich war schüchtern und auch aus der Übung, daher redete und redete ich und merkte, wie er versuchte den ersten Schritt zu machen. Trotzdem redete ich einfach munter weiter. My time to shine.

Er rückte sich dann näher ran und zack, knutschten wir in der Uni. In dem Raum mit Glasfront, falls ich das noch nicht erwähnte. Um mir näher zu sein, setzte er sich auf meinen Schoß. Mal ein ernstes Wort an alle Schoß-Sitzer_innen da draußen: falls ihr über 10 Jahre alt seid, ist das für die Person unter euch eher ungeil. Die Blutzirkulation der Beine macht eine Pause uns falls der Untergrund auf dem man saß vorher schon unbequem war, folgt nun unbequem deluxe. Falls es ganz schnucklig war, wird es jetzt erst scheiße, denn eine andere Person meint, trotz körperlicher Voraussetzungen, unfähig zu sein auf Dingen zu sitzen. Wie piekfeine Damen und Herren. Ich sitze nicht auf Möbeln, ich sitze auf Menschen.

Nun. Wir beschlossen dann zu ihm zu gehen. Aber vorher musste ich noch in die Bibliothek, ein Buch für die Uni ausleihen. Jaha, ich weiß was Typen geil macht! Ich glaube, dass es ihn etwas nervte. Trotzdem nahm er mich zu sich, was ich schon vorher sehr spannend fand, denn er wohnte in einem fancy Wohnheim, das ich während meiner ganzen Zeit im Bachelor nie besuchte, bzw. kannte ich nie die ‚coolen‘ Student_innen und zu Partys ging ich grundsätzlich nicht. Stellte sich raus, dass das Wohnheim gar nicht so fancy war. Laut, dreckig, mit dem Charme von Endzeitigkeit. Aber ich war hier ja nur für Sex.

In der Wohnung angekommen, stießen wir auf eine Versammlung der WG im Wohnzimmer. Ich weiß gar nicht mehr, was ich zur Begrüßung gesagt habe, wahrscheinlich war es ein gequältes Hallo. Genau hinter dem Wohnzimmer befand sich sein Zimmer. „Wir sollten nicht zu laut sein, “ ließ mich #41 wissen. No shit, Sherlock. In seinen paar Quadratmetern angekommen, machten wir da weiter, wo wir in der Uni aufhörten. Nur ohne Sitzen auf dem Schoß. Zack, waren wir nackt und er postulierte, dass er mich richtig hart ficken wollte. Ja, man zu mein Jung. Nach 1 bis 2 Minuten war der Spaß dann auch schon vorbei.

Hart wie Haferbrei

Versteht mich nicht falsch. Ich würde jederzeit, wenn ich die Wahl zwischen Stunden- oder Minutenfick habe, mich für den Minutenfick entscheiden. Nach einer bestimmten Zeit wird mir öde und es fängt an zu schmerzen. So vaginal. Nach dem ersten Schnellschuss leckte er mich (oder vorher? Mein Gedächtnis…) und war sehr überrascht, dass ich als Raucherin nicht scheiße schmecke. Danke? Dann sollte aber der zweite Fick folgen und #41 kündigte ihn mit Pauken und Trompeten an. Jetzt mach ich dich fertig, du wirst richtig hart rangenommen. Ich so: ok…

Es war wieder ganz unspektakulär nach sehr kurzer Zeit fertig. Das ist so als ob man eine Person zu einer Schlägerei einlädt (vorlädt?), um dieser dann mit einem seidenen Schal über das Gesicht zu streichen. Mit der Prämisse, dass die Person nicht allergisch auf Seide ist. Natürlich. Ich lag da nämlich so unter ihm und war eher unbeeindruckt, bzw. doch schon vom Schauspiel an sich beeindruckt. Ich sage in solchen Momenten auch nichts, was man mir denke ich vorwerfen kann aber ich habe keine Lust beim Sex zu diskutieren und Dinge auszuhandeln. Vor allem nicht mit ONS und oder Affären.

Innerlich lachte ich schon, weil es so absurd war, aber er glaubte wirklich, dass er es mir hart gegeben hätte. Dieser Glaube schien ihn glücklich zu stimmen, also kuschelte ich mich an ihn und beließ ihn seiner Glückseligkeit. So scheiße bin ich nicht. Wir redeten noch über dies und jenes und dann meinte er es wieder richtig gut und wollte meinen Kopf kraulen. Wollte. Intention ist alles! Manchmal juckt der Kopf und man muss ordentlich kratzen. Dieses Geräusch im Kopf ist nicht entspannend, denn es gibt einen nicht so schmalen Grad zwischen krkrkrkrrk kratzen und uhuohahaha kraulen. Er kratzte und ich kam mir wie ein Hund vor. Oder Pferd. Braves Mädchen! Ich glaube dies war die Kirsche auf der Ficktorte (ahh, mich juckt es gerade überall) und ich zog es in Betracht zu gehen. Kann auch sein, dass er noch Termine hatte.

Sang- und klanglos

Ich fuhr nach Hause und war von gemischten Gefühlen durchzogen. Die ganzen Gespräche vor dem Sex waren sehr schön, aber das Date an sich nicht so geil. Und es zeigte sich mal wieder die Idiotie mancher Personen. Vor dem Sex schreiben sie Romane und antworten innerhalb Minuten. Nach dem Sex verwandeln sie sich in andere Personen. Ich möchte dieses Verhalten nicht als typisch männlich abstempeln, sonder eher als menschlich. Ich habe das sicherlich auch schon abgezogen. Ich will das auch gar nicht dramatisieren, denn ich hatte kein Interesse an einer amourösen Bindung mit ihm. Ich habe ganz simpel #41 als Gesprächspartner vermisst.

Wir hatten danach noch zweimal schriftlichen Kontakt. Beide Schreibereien führten nicht zum Treffen. Einmal, weil ich mich nicht auf Koprophilie einlassen konnte, das andere mal, weil ich keinen Sex wollte, aber er schon. Ich glaube der letzte Kontakt war sogar dieses Jahr. Insgesamt wie eine Pfanne voll mit frischen Champignons – nach dem kochen bleibt kaum was übrig, erst recht nicht zum satt werden ;D.

 

Ich wünsche euch alles Gute, danke fürs Lesen <3!

 

 

Das Ding mit der vorteilhaften Kleidung

Moin!

Lang ist der letzte -Das Ding mit- Artikel her, obwohl mich so die ein oder andere Sache aufgeregt hat. Aber irgendwie war es nie genug für einen Artikel und bei diesem Thema habe ich auch lange meinen Hass gesammelt. Nur für euch <3. Kann als Fortsetzung zu „Das Ding mit der richtigen Kleidung“ und „Das Ding mit dem Gewicht“ verstanden werden.

 

Vorspiel

Ich bin seit einiger Zeit in sozialen Netzwerken auch in Fashiongruppen, näher gesagt in Gruppen für Kleidung für dicke Frauen, weil ich dick bin und mir die ein oder andere Inspiration zum Shopping holen wollte. In der Mehrzahl folge ich amerikanischen Frauen, aber wenn die was kaufen gibt es das in der Regel nicht in Deutschland, was mich wiederum traurig macht. Ich bin ein Konsumkind. Ich habe mir speziell positiv wirkende Gruppen (Gruppenbeschreibung, Regeln) ausgesucht, da ich ein sehr offenes Verständnis dafür habe, was ’schön‘ sein kann. Leider musste ich feststellen, dass sehr viele Frauen dort strenge Regularien internalisiert haben, was als (dicke) Frau  tragbar ist. Und es kotzt mich endlos an. In aller Regelmäßigkeit werden Outfits mit Sätzen wie: „das geht gar nicht“ ; „das tut nichts für dich“ und mein Liebling „das ist nicht vorteilhaft“ versehen. Weil ich das nicht wirklich raffe, habe ich mal Tante google gefragt, was vorteilhafte Kleidung sei. Was soll ich sagen, ich habe herzlich gelacht und möchte euch auch einen gewissen Service bieten. Ich habe hier diese Liste gefunden. Lernen wir gemeinsam doch mal, wie sich eine Person vorteilhaft kleiden kann. Vanina-Version.

1.) Kaufe Kleidung, die passt

Klingt natürlich logisch, wobei ich da an Personen denken muss, die Größe >60 tragen oder aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht den Luxus haben sich passende Kleidung zu kaufen. Aber die Seite geht nicht auf den ausbaufähigen Markt ein, sondern argumentiert, dass man in einer falschen Größe dick aussieht. Weil zu eng Falten wirft und zu weit zu breit wirken lässt. Süß abgeschlossen mit „Schäme dich nicht für dich selbst“. Ok, die Gefahr lauert also darin dick auszusehen. Aber ich bin schon dick und sehe in allem dick aus.. Hach, ich ahne wohin der Text führt.

2.) Wähle Stücke, die Bereiche kaschieren, die du verstecken möchtest

Dort wird geraten sowas wie Tuniken zu tragen, wenn der Bauch wech soll und breite Waden nicht in einem Minirock stecken sollten. Aber, Obacht, nicht zu weit, weil ihr sonst wieder dick ausseht und ihr von fremden Menschen auf der Straße mit DVDs von Shopping Queen verkloppt werdet. Also nicht zu weit und auch nicht zu eng. Das artet doch in Arbeit aus…

3.) Kaufe Hosen mit Vorsicht

Kennen wir nicht alle diese eine Person, die einfach so eine Hose kaufen wollte und dann hat sich der ganze Stapel Hosen von der Wand gelöst, sie unter sich begraben und sie ist qualvoll, unterstützt durch den Nebel der billigen Chemikalien, erstickt. R.I.P. Hosen-Rosi.

Aber diese Liste will was anderes. Man solle Hosen mit glatter Vorderseite kaufen, weil die keine Falten schlagen (häh?) und ganz wichtig und ein Studienfach für sich: die Bundhöhe. Zu hoch = erweckt den Eindruck, dass du einen Bauch hast (hell no!) und zu niedrig = Bauchfett quillt drüber, Zitat: „nicht schön“. Info zu mir: ich finde es sexuell erregend, wenn Menschen wie Muffins aussehen, d.h. wenn das Fett über die Hose quillt. Schon der Gedanke, sabber… Ist aber wohl nicht vorteilhaft. So langsam macht das keinen Spaß mehr hier.

4.) Achte darauf, die richtige Unterwäsche zu tragen

Wie Mama immer sagte: „Ziehe ordentliche Unterwäsche an, nachher hast du einen Unfall und was sollen dann die Sanitäter denken.“ Jungs, lasst die verbluten, die trägt nen Schlüpfer mit Minions.

Auf der Liste heißt es, ich muss es zitieren: „Tangas und Strings sind gut und schön, wenn [d]u kein Fett an [d]einem Körper hast.“ KEIN Fett. Hebt euch also eure Tangas und Slips auf und vererbt sie mit der Bitte diese nach eurer Verwesung an eurer Skelett zu drapieren. Wahlweise lebt ab morgen euer Kuscheltier ein sexy Eigenleben. Nicht euren Haustieren anziehen, die haben Fett!

5.) Betone deine guten Seiten

Ich habe da mal eine Frage. Wenn ich nur gute Seiten habe, darf ich dann offiziell wie ein Weihnachtsbaum rumlaufen? Aber das ist natürlich Unfug, jede_r hat schlechte Seiten (oder sucht sich welche), sonst gehört man nicht zur Gang. Hier wird empfohlen, dass bei einem schönen Hals, hier selbstverständlich ein Synonym für schlank, eine fette Kette getragen werden sollte, um vom Fett des Körpers abzulenken. Soso.

6.) Arbeite an deiner Haltung

Ha, genau meine Meinung. Eine positive Einstellung bringt einiges, besonders eine positive Einstellung zu dir selber. Aber die hier wollen, dass man gerade steht, den Bauch einzieht, die Schultern zurück zieht, den rechten Arm hebt (huch…) und das Ganze mit einem Buch auf dem Kopf übt. Dressierte Körper, ernsthaft?!

7.) Trage mehr schwarze! 

„Trage immer dunkle Farben!“ Weil es fast jede_n schlank macht.

So langsam aber sicher entwickle ich starken Hass. Warum nicht gleich den Artikel in „10 Tipps wie du schlank(er) wirkst, weil dick aussehen schlimmer als Welpenschlachtung (organisiert vom IS) ist.“

8.) Vermeide horizontale Streifen!

Überraschung, es macht dich dicker.

9.) Verwende üppige Accessoires! 

Amen! Das ist mein Motto, mehr ist mehr. Immer. Was aber auf der Liste steht… Alter. „Große, schöne Accessoires lenken die Aufmerksamkeit weg von dir selbst…“ Naja, nach meiner Erfahrung bringt das Styling als Pfingstochse (mein favorisierter Style) eigentlich viel Aufmerksamkeit. Aber die meinen bestimmt, dass bei einer Haarblume, die größer als der eigene Kopf ist, niemand auf den Arsch achtet. Was absolut Schade wäre und ich überlege gerade ob ich in Zukunft twerkend einen Raum betreten sollte. Hm…. Euer Körper ist an sich ein Gesamtkunstwerk, da muss man von nichts ablenken. Dieser ‚Rat‘ ist ebenso Unfug.

10.) Vertraue dem was du trägst

Hm? Ohne Witz, dieser Hinweis steht da ohne Erläuterungen. Nachdem aber diese ganzen tollen Ratschläge auf uns rieselten ist es ja evident, was wir tragen: Unsicherheit, Zwang zur Optimierung, dunkle Farben ohne Streifen und mit Sicherheit keine Tangas. Wie soll man Dingen, die potentielle Gefahren darstellen (könnten euch dick wirken lassen :O ) vertrauen?

Warnungen/Tipps  

Da die 10 Punkte nicht schon genug waren, gibt die_der Autor_in noch letzte Bemerkungen. Also Obacht. Nur gut kleiden helfe nämlich nicht, um gut auszusehen. Diäten, Sport, persönliche Trainer und Fitnessstudio, Selbstvertrauen sei sonst nicht deklinierbar. Falls ihr nach Punkt 8 eure Kleidung mit horizontalen Streifen aus dem Fenster geworfen habt, um schon die erste Bestellung mit vertikal gestreiften Teilen zu ordern: Sorry. Da steht, dass auch vertikale Streifen dick machen würden. Also nichts (!) mit Streifen.

Absolut lächerlich ist dann folgender Spruch: „Sei immer [d]u selbst und trage Kleidung, die [d]ir gefällt. Wenn jemand [d]ich nicht mag, dann in 9 von 10 Fällen, [d]u nicht sein Typ bist, nicht weil [d]u zu „dick“ bist.“

Ok, lasst uns mal die Prämissen dieser fuck Aussage aufdröseln: Es wird der Eindruck erweckt, dass wir uns fancy und frei kleiden könnten und unser eigener Style umsetzbar sein soll. Mit der kleinen Einschränkung, dass es vorteilhaft sein sollte. „Ich bin ja für body positivity, aber ohne formende Wäsche geht das halt gar nicht.“ Du bist nicht für body positivity und die_der Autor_in schreibt das nur, um nicht ganz so hasserfüllt zu wirken. Süß. Im zweiten Satz ist es dann klar für wen das hier geschrieben ist, nämlich heterosexuelle Mädchen, die einen süßen Typen mit ihrer kecken und doch romantischen Art (ein pfirsichfarbener Schal zu der Shorts mit Nieten) überzeugen wollen. Von 10 Typen will auch nur einer nicht mit dir gehen, weil du zu dick bist. Wie beruhigend. Liebes Mädchen, wenn du denkst, dass nur dein Äußeres zählt und diese eine Diät oder dieser eine Taillengürtel dir eine Romanze gebracht hätte: Nein! Wenn dir das jemand sagt, rede nie wieder mit dieser Person. Du bist viel besser als das.

‚Interessant‘ ist auch eine tolle Empfehlung unter den Warnungen. Erinnert ihr euch, stets dunkle Farben tragen, weil die die Körper optisch schlanker wirken lassen, bla. Hier wird nun geschrieben, dass komplett schwarze Kleidung auch nicht geht, weil es zum einen die Wärme anzieht (Nobelpreis geht morgen an die_den Autor_in) und zum anderen wirkst du „zu dunkel, langweilig und depressiv.“

Hört ihr den Neoliberalismus, wie er sich gerade anbiedert? Langweilig und depressiv ist nicht sexy, fickbar und hat kein großes ökonomisches Potenzial, so würde es dort richtig stehen. Zumal Depression eine Krankheit ist, die hier als beschissenes Synonym für unattraktiv steht. Argh!

Schwarze Kleidung ist toll und trage davon so viel wie du Bock hast. Im Grunde ist es egal, was du trägst und welche Farbe das hat. Du steckst schließlich drin, besser kann es nicht werden.

Noch Bock?

Ich weiß, der Artikel ist schon lang aber ich bin gerade so in quatschiger Laune. Nachdem ich nämlich die oben genannte Liste behandelt habe, interessierte ich mich dafür, was das Internet noch zu bieten hat. Vielleicht war das nur eine doofe und infantile Seite und nicht wirklich repräsentativ für den offenen Umgang mit ‚richtiger‘ Kleidung in unserer Gesellschaft (haha, bin fast vom Stuhl gefallen). Folgende Verbote und Gebote sind v.a. für dicke Frauen gedacht, können aber auf den Wunsch aller Körper transferiert werden: schlanker aussehen.

Trage nicht:

Weite Rollkragenpullis, gerade Jeans (eigentlich lieber keine Jeans), Faltenröcke, Bundfaltenhosen, Seide, Satin, weite Sachen, zu enge Sachen, Pullunder, Dinge ohne Ärmel, kurze Ärmel, breite Armreifen, große und zu lange Ketten, leuchtende Farben, Streifen, Verzierungen, Sanduhrkleider, glänzende Strumpfhosen, Miniröcke, zu kurze Sachen, hohe Ausschnitte, steife Materialien, kastenförmige Modelle, horizontale Details (keine Sexsprüche?!), Sachen, die Falten schlagen, Raffungen, Gürtel/Taille betonen, schräger Schnitt, Wickelkleider, Tuniken.

Trage:

Senkrechte Streifen, V-Ausschnitt, Raffungen, dunkle/weite Ärmel, Wickelkleider, bodenlange Sachen, Hemdblusen, Tuniken, XXL-Taschen, großer Schmuck, schräge Schnitte, Sanduhrkleider, hohe Absätze, mittelschwere Stoffe (häh?), wenn Muster, dann überall (das Auge, kann dann nicht auf einer Stelle verweilen), vertikale Nähte, fließende Stoffe, dunkle Farben.

Merkt ihr selbst, ne?

Fettes Fazit

Seien wir bitte mal ehrlich. Wenn gesagt wird, dass Kleidung nicht vorteilhaft sei, nichts tut (was denn auch, Kaffee kochen?!) oder aufträgt, heißt es in der Regel nur eine Sache: Ja, du bist dick aber sei doch bitte eine gute Dicke und unterwerfe dich, wie wir auch, dem ewigen Optimierungszwang, damit dein Körper wieder Warenförmigkeit erreicht, also schlanker wirkt.

Das ist ein so elendiger Trend, den ich vor allem bei vielen dicken Frauen beobachte. Dicker Körper ist noch gerade so in Ordnung (machen ja eh gerade die 10000000 Diät und müssen sogar ihrem Postboten davon berichten, damit sie als gute Dicke gelesen werden), aber wenn der dicke Körper durch angezogene Kleidung dick(er) erscheint (im Sinne von sichtbarem Fett, ob durch Kleidung oder grüßend aus der Kleidung schauend), dann ist das Geschrei groß.

Ich hatte online schon sehr viele Diskussionen darüber und es endete immer in gleiche Kernaussagen, nämlich dass ein vorteilhaftes (sic) Kleiden davor schützt ausgelacht zu werden und z.B. sichtbare Speckrollen nicht schön sind. Fakt. Mit einer Armada an Satzzeichen, die selbst Til Schweiger als unangebracht einstufen würde. Und wenn ich sage, dass ich es schön finde, dann lüge ich und bin ein schlechter Mensch.

Versteht mich nicht falsch, ich sehe wohl, dass es bestimmte Farben und Formen gibt, die den Körper, den sie bedecken größer oder kleiner erscheinen lassen. Mir ist es bloß verfickt egal. So richtig. Was haben wir aus den Tipps zur vorteilhaften Kleidung denn gelernt? Ablenken und Verstecken. Deinen Körper, so wie er ist, in den Mittelpunkt zu stellen erscheint gar als ein rebellischer Akt, der wirklich schnell von der „ich-liebe-Guido-Front“ sanktioniert wird. Und das ist wirklich perfide, denn ich habe nichts dagegen, wenn eine Person bestimmte Regularien einhält, Formwäsche trägt (ist schließlich dein Körper), doch leider ist diese Toleranz meist einseitig.  Schnief.

Nicht zu vergessen ist die Front, die ihre Körper nicht leiden können. Gern auch mit der ersten Front vermischt und dementsprechend fieser und gemeiner. Warum akzeptieren, dass andere etwas lieben, was du mit jeder Zelle verabscheust. Wie sagt es der Hundeflüsterer so schön: Unsichere und ängstliche Hunde sind am gefährlichsten. Ist bei Menschen ebenso.

Dabei stehen wir am Ende des Tages doch alle nackt vor dem Spiegel. Ohne fließenden Stoff in dunkler Farbe. Ohne XXL-Tasche und V-Ausschnitt. Möchtest du dich dann nicht lieb haben? Das bist du. Ob Narbe, Falte, Speckrolle, Krampfader, Besenreiser, Pickel, Lipödem und Cellulite. Das wird immer unter der Kleidung stecken und ist nicht schlimm. Diesen fabulösen Körper darfst du kleiden, wie du willst. Deine eigene Anziehpuppe, alles was du möchtest geht. Deine Kleidung muss keine Vorteile schaffen/erschaffen, nichts tun und darf auftragen. Dicker aussehen ist NICHT (!) schlecht, schlanker aussehen ist nicht glorreich.

So wie du auszusehen ist goldrichtig. Immer.

 

Mein 2015 – ohne Vorsätze für 2016

Moin!

Ich wollte nun, wie es die Überschrift ahnen lässt, mein 2015 Revue passieren lassen. Wo kann man es sonst schon machen. Da mein Gehirn ein Sieb ist, orientiere ich mich an meinen gemachten Fotos. Ich fotografiere viel Unfug, den ich nie poste. Meine Art von Terminkalender/Erinnerung.

Januar/Februar: 

Ein Foto von einem chaotischen Schreibtisch, hm. Ahja! Ich habe da an meinem Unterprojekt für ein studentisches Jahresprojekt gesessen ( ich bin die mit dem Porno-Dress, wer hätte es gedacht ;D). Wie immer war ich knapp mit der Zeit… Aber ich habe bestanden^^ . Im Februar war dann auch eine 2-tägige Tagung auf der wir die Ergebnisse präsentiert haben. Hat Spaß gemacht, muss ich aber nicht wieder haben.

Ende Januar/Anfang Februar habe ich mein altes Bett entsorgt (drei Umzüge waren zu viel) und mir ein pinkes Schlafsofa ausgesucht. Das klingt jetzt so unwichtig aber der Kauf war ein Drama. Ich hatte es mir nämlich ausgesucht und meinem Bruder die Maße der Pakete gegeben. Er: „Das passt locker in mein und eurer Auto“. Wir fahren also, nachdem er nicht pünktlich kam und nicht an sein Handy ging, zu Ikea und kaufen das Teil. Eine Mitarbeiterin schiebt den Wagen an und er: „oh scheiße, ist ja ganz schön groß“. No shit, Sherlock. Ok, ab auf den Parkplatz und da begann das nächste Drama. Mein Bruder hat nämlich die Ruhe einer aggressiven Hornisse. Er schrie den Parkplatz zusammen, fluchte und schlug gegen Dinge. Familie <3. Es endete damit, dass ich mit offenem Kofferraum (ohne fucking Gurte!) fahren sollte. Wollte ich nicht, ich fand es natürlich zu unsicher. Aber Diskussionen waren nicht erlaubt und so fuhren wir los. Ich sagte ihm, dass er nah hinter mir bleiben soll, falls was rutscht. 17,4 km, 90 % davon Autobahn. Ich fuhr die Auffahrt hoch und bekam direkt eine Panikattacke. Also weinte ich die ganze Fahrt so stark, dass ich kaum etwas sehen konnte vor Tränen und schrie nach meiner Mama. Unschön.  Zu Hause angekommen konnte ich noch nicht einmal aus dem Auto aussteigen und mein Bruder schleppte den Kram in den zweiten Stock. Am nächsten Tag wollte ich das Ding aufbauen aber meine Bandscheibe feierte eine so fette Party, dass ich diesen Tag viel weinte und mich nicht bewegen konnte – vor Schmerzen. Memoriieees…..

März/April:

Schmerzen. So hart, dass ich sterben wollte. Daher ging es zu einem anderen Orthopäden, von dem ich eine Therapie aus Spritzen und Infusionen bekam. Konnte nicht an einer Reise mit Freunden teilnehmen und war insgesamt einfach nur genervt und neidisch auf Personen, die normal laufen können.

Mai/Juni/Juli:

Ganz langsame Verbesserungen, ich konnte wieder kurze Ausflüge machen. Viel Shopping, weil ich ein Problem habe und Sommer. Ich hasse Sommer. Die einzigen Bilder stammen von kühlen Tagen, bei der Hitze spiele ich nämlich tot ;D:

August:

Junggesellinnenabschied oder fancy: JGA! Das war richtig schön, weil es der erste Tag war, an dem ich so lange -ohne sich zwischendurch hinlegen zu müssen- auf den Beinen war und es klappte ganz gut. Nicht komplett ohne Schmerzen aber sehr gut auszuhalten, ohne dass man unangenehm auffällt. Wir haben uns auf einem Bierbike sogar sportlich betätigt und ich war voll dabei. Natürlich war der JGA an sich schön aber auf persönlicher Ebene habe ich meinen Körper abgefeiert.

Ebenso positiv überrascht war ich vom Tanzen. Wir haben vor der Hochzeit im September drei Tanzstunden als Gruppe belegt. Macht man halt so. Ich wollte vorher schon absagen, da ich befürchtete es nicht zu schaffen. 1,5 Stunden auf den Beinen war eigentlich nicht realistisch und ich hatte richtige Panik. Als dicke Frau lernt man anders zu funktionieren und ich wollte nicht mittendrin abbrechen. Ersten Gedanken von allen: die Dicke kann nicht mehr, ist zu viel Bewegung. Da hätte mir die Bandscheibe schon aus dem Rücken brechen müssen. Aber ich schaffte es. Natürlich war es anstrengend und ich schwitzte so 3 bis 678 Liter (und es war Sommer…) aber ich hab nicht abgebrochen. Den Grundschritt vom Walzer nutze ich nun gerne, um meinen Steiß zu lockern.

September:

Diesen Stolz, Dinge schaffen zu können, zog ich mit in den September. Da fand die Hochzeit statt und es war ein perfekter Tag. Ich wüsste nichts, was besser hätte sein können und fiel nach über 24 Stunden wach sein müde und zufrieden ins Bett. Traumhochzeit.

Im September hatte ich noch Geburtstag (32), den ich wieder nicht feierte. Ich glaube meine letzte Feier war zum 24. oder so. Ich mag es nicht, ist mir zu persönlich und seltsam, wenn Personen kommen, um die eigene Geburt vor x Jahren zu feiern. Das sagt die Frau, die fremden Männern den Schwanz lutscht. Aber da geht es nicht um mich, das ist ok.

Oktober:

Ein Wechselbad der Gefühle. Anfang Oktober wurde bei meiner Mama Brustkrebs festgestellt und ich musste erfahren, was es heißt, wenn man erste Bezugsperson ist, wie meine Mutter damals bei der Krebserkrankung von meinem Vater. Es ist emotional eine riesige Herausforderung. Als Person von außen ruft man mal an und bekommt kurze Zusammenfassungen. Ich habe Stunden mit bei Ärzt_innen verbracht, auf Ergebnisse gewartet und sie beruhigt. Erst jetzt erkenne diese Arbeit, die meine Mama damals geleistet hat. Davon auch nur einen Ausschnitt, da der Zustand von meinem Vater viel, viel, viel schlimmer war.

Im Oktober war ich außerdem ein Wochenende in Berlin und habe dort Freunde aus meiner Zeit im BA besucht. Außerdem stand ich bei HyperboleTV vor der Kamera zu Frag ein Klischee. Ich dachte, dass ich vor Aufregung sterben muss, ging dann aber gut aus ;D. Super nette Leute dort! Ich weiß nur nicht mehr was ich gesagt habe. Wenn ich aufgeregt bin, rede ich schnell und wirr. Bis jetzt ist noch nichts gesendet und ich hoffe, dass es nicht peinlich wird :D. Oder sie haben beim Schneiden gemerkt, was für einen Unfug ich rede und die Dateien gelöscht. So wird es sein. Bestimmt. Hoffentlich?

Nach Jahren habe ich mich zudem mal wieder auf ein Konzert gewagt. Ganz alleine, ganz chillig bei Zugezogen Maskulin.

Und ich war mit Freunden bei den Scream Nights. So eine Geisterbahn, durch die man laufen muss. Es war SO gut! Ein wenig Angst hat mir gemacht, dass ich mich wohl gefühlt habe und mich manche Kostümierungen sexuell erregt haben. Hust. Vorteil war auch, dass ich als erste Person ging und die Erschrecker_innen ihre Show erst starteten, wenn alle im Raum waren. Da war ich aber meist schon wieder aus dem Raum raus. Der Clown mit dem Messer und der Arzt mit seiner Säge waren bei mir noch ganz  ruhig. Oh, da war noch ein großer, rosa Hase, den ich schlimmer als den Clown fand :/. Den Typ mit der Maske und dem Messer fand ich geil. Was stimmt denn nicht mit mir?!

November/Dezember: 

Krankenhausaufenthalt meiner Mutter, behördlicher Stress bei mir… Irgendwie doofe Sachen nach dem ereignisreichen Oktober.

Zudem viele Bilder von mir, denn ich habe abgefangen mich selbst in Outfits zu fotografieren. Manche davon poste ich bei Instagram, manche in einer Gruppe bei fb. Am Anfang fand ich es total seltsam, weil ich mir so eitel vorkam aber es gehört zu meinem Weg der Selbstliebe. Sich selbst zu sehen geben, den Körper in das sprudelnde Becken der medialen Repräsentationen zu werfen und einfach stattfinden. Ich existiere.

Ach und ich habe mich mit lieben Menschen zum Shopping in Hamburg getroffen. Das war echt cool und ich habe nun ein Nivea-Parfüm. Muhahahahahahaha.

Was mit Sex? Was ist mit Liebe? 

Nach einer bestimmten Zeit der Enthaltsamkeit habe ich kaum noch Lust. Ich weiß auch gar nicht, ob ich das noch kann. Mit dem potentiellen #43 stellt es sich natürlich (ich und Männer ist und wird nie einfach sein) [huch, er schreibt gerade. Creepy] nicht so unkompliziert an, wie ich es mir wünsche. Er hat psychologische Barrieren, die ihn nicht dazu bringen werden, dass er mich um ein Date bittet. Therapie wurde angesprochen, doch selbst davor ist die Angst sehr groß. Manchmal ist mir das zu anstrengend und ich würde mich gerne auf den Boden werfen und so lange schreien, bis ich ein einfacheres Leben habe. Aber er ist sehr süß und gibt mir ein gutes Gefühl. Und ich muss nicht verstellen, bzw. habe kein Bedürfnis eine Rolle spielen zu müssen, um zu gefallen.

Ihn ‚kenne‘ ich im März 2016 zwei Jahre. Ohne Date. Ich mag ihn, er mag mich. Zum verrückt werden und nur deshalb so lange auszuhalten, weil ich lange krank war und an sich das Interesse an Fickgeschichten verloren habe, also nicht mit anderen Männern Kontakt hatte. Manchmal bekomme ich eine Nachricht von einer Figur aus der Vergangenheit, die, unter dem Vorwand sich für mein Leben zu interessieren, schauen will, ob sie schnellen Sex abstauben kann. Kann er nicht und zack, interessiert ihn auch nicht mehr, was ich gerade so in der Uni mache. Zu vorhersehbar, es langweilt mich. Ob es mit #43 und mir was wird wissen wir glaube ich beide nicht und das ist ok. Ich zweifle auch an mir, ob ich Liebe überhaupt kann. Es war schon ein sehr langer Weg sich selbst nicht mehr zu hassen und vielleicht bin ich ja meine große Liebe. So narzisstisch wie traurig aber auch in Ordnung. Ich komme damit gut klar, wir können nicht alles haben.

Und das ist auch mein Schlusswort für 2015. Alles geht nie, freue dich an kleinen Erfolgen, die andere nicht feiern müssen. Sei dein eigener Cheerleader :)

#39 / #40

Hallo!

Nachträglich alles Liebe zu den Feiertagen und vorträglich (es gibt kein Antonym für nachträglich) eine nette Zeit zum Jahreswechsel. Morgen kommt ein Artikel zu meinem 2015. Nicht spannend aber ich wollte es mal erwähnt haben.

2 in 1

Warum packe ich zwei Männer in einen Artikel? Zwillinge? Oh, das wäre großartig gewesen. Es sind zwei unterschiedliche Männer, die ich im Dezember vor einigen Jahren jeweils für Sex besucht habe. Der Impetus, diese zu besuchen ist aber so identisch, dass zwei Artikel sich nur unnötig wiederholt hätten. Das für mich spannende liegt auch nicht im Sex, sondern in meinen Beweggründen. Um dieses Phänomen zu beschreiben, habe ich mir eine eigene Bezeichnung ausgedacht:

Highlander-Sex 

Kinder der 90er haben wahrscheinlich die Filme/Serie gesehen. Es geht um (unsterbliche) Personen, die nur durch Enthauptung sterben können. Kloppen sich zwei von denen und einer schlägt den anderen den Kopf ab, wandert die Essenz (Erinnerungen, Eigenschaften, Wissen, Energie) des Toten auf den Killer. Am Ende kann es nur einen geben. Grob erklärt.

Ich dachte im Dezember jenen Jahres, dass es Highlander-Sex geben würde.

#39

Ich schrieb einige Tage sporadisch mit ihm, da er beruflich in meiner Stadt war und mir anbot mich in sein Hotelzimmer einzuladen. Das klingt so scheiße dämlich :D. Ich zierte mich ein wenig, da ich an die schmierigen Angebote der LKW-Fahrer denken musste, die mich gerne mal eine Runde mitfahren lassen wollten. Eww. Jedenfalls spielte ich das -ich weiß nicht so ganz, soll ich wirklich- Spiel so lange, bis er mir ein Bild von sich schickte. Ich sah auf diesem Bild keinen Mann, ich sah eine Trophäe, die ich unbedingt haben musste. Er sah verdammt nochmal aus wie David Boreanaz. Vielleicht noch einen Hauch besser. Sofort waren die Gedanken um das seltsame Angebot verschwunden und ich fuhr spontan zum Hotel.

Als er die Tür öffnete wollte ich am liebsten ein Foto machen. Nicht, um es selbst zu behalten, sondern um es allen zu zeigen. Mit dem hatte ich Sex. Ich. Mich an den neidvollen Blicken laben, mich größer fühlen. Der Sex war absolut solide gut. Keine ungewöhnlichen Aktionen, nicht der Rede wert. Nach dem Sex stand ich in seinem Hotelbad, die Brust mit seinem Sperma bekleckert und einem fetten Grinsen im Gesicht. Ich hatte Sex. Mit ihm. Ich. Das ist sein Sperma, das ist meine Beute. So hoch wie ich den Kopf hielt, ging ich noch nie nach Hause. Gefüllt mit dem Wunsch es jeder Person ins Gesicht zu schreien. Ich hatte mit dem schönsten Menschen Sex. Ich.

 

#40

Bevor er mich anschrieb hatte ich sein Profil schon einmal gefunden und schwärmte meinen Bildschirm an. So schön, so speziell. Groß, voll mit Tattoos und der Inbegriff von Coolness. Ich wollte ein Stück davon haben, wenn auch nur 14 cm in mir. Wochen später schrieb er mich an und ich konnte mein Glück kaum glauben. Was will der mit mir?! Aber ich musste ihn treffen, musste mit ihm angeben. Sex mit ihm würde mich cooler machen.

Logischerweise besuchte ich ihn. Er erzählte viel von sich, ich lauschte bedächtig und fragte mich die ganze Zeit, wann er mich rauswerfen wird. #40 lag ausgestreckt auf seinem Sofa, ich hockte mit eingezogenen Kopf unter der Schräge. Nicht wie ein Raubtier, eher eine faule Aasfresserin, die hofft, dass sich die Beute selbst erlegt. Erzählend von anderen Frauen, die aus diversen Gründen dämlich seien, fragte ich mich erneut, ob diese Verabredung hier wirklich sein ernst ist. Aber ich war zu versessen darauf ihn zu haben.

Der Sex war nicht so geil, es ging alles wahnsinnig schnell und war für mich ein Oxymoron seiner Schönheit. Aber egal, ich hatte hier Sex mit diesem Typen. Ich. Wem erzähle ich davon morgen? Wir (also er) war zu so einer Zeit fertig, dass keine Bahnen mehr fuhren. Darum lief ich 6 km. Es schneite. Aber egal, ich fühlte mich cool. Ich hatte Sex mit diesem schnieken Typen. Ich!

 

Die Moral der Geschichte

Ich dachte, dass es Highlander-Sex gibt. Dass ich mit diesen Männern schlafe und dadurch besser, schöner und geiler werde, ein Stück von ihrer Perfektion erbeuten kann. Prämisse dabei ist natürlich kein großes Selbstbewusstsein und jetzt schäme ich mich für diese Gedanken aber hey, das gehört zu einer Entwicklung dazu. Alle anderen Männer waren nicht unsexy, doch diese beiden waren so lächerlich schön, dass es schon weh tut. Ich wollte durch Sex mit ihnen schöner werden, aber Highlander-Sex gibt es nicht, es ist eine Illusion. Ein Luftschloss, erbaut auf marodem Selbstbewusstsein und schneller kaputt als erbaut. Natürlich habe ich mich nach den Dates geil gefühlt aber das war nicht echt, es war oberflächlich und strunzdoof. Hielt außerdem nicht so lange wie meine Frischmilch.

Dein Selbstwert sollte sich nicht durch einen Penis nähren, der in dich gesteckt wird (respektive in welcher Vagina du steckst) denn am Ende kann es wirklich nur einen geben, der dich vollkommen macht: Du!

 

Wer Lust hat, kann morgen hier nochmal reinschauen. Artikel ist schon geschrieben, also biete ich mal zur Abwechslung Verlässlichkeit.

Liebe Grüße!

#38

Moin!

Was bisher geschah (folgendes habe ich am 7.09.2015 als Entwurf hier abgelegt): 

Na, wie geht es so? Ich bin im -oh mein Gott, es ist so viel zu tun, ich lege mich lieber erstmal hin und schaue ne Serie- Modus. Was heißt viel zu tun… Der Stress, den man sich halt so macht. Samstag ist die Hochzeit auf der ich Trauzeugin bin und ich bin so unfassbar aufgeregt :O! Total im mir verhassten Vanity-Stress (sollte im Duden stehen). Wie mache ich mir die Haare? Und Schminke? Und ist es wirklich notwendig, dass ich wasserfeste Wimperntusche verwende, weil meine Wimpern die hassen oder reicht es die unteren Wimpern damit zu tuschen, da die ja eh kein Volumen dort brauchen? Etc. , etc. . Ganz furchtbar. Dazu kommt, dass ich mir eigentlich vorgenommen hatte ein Exposé bis zur Hochzeit abzugeben, damit ich nach der Hochzeit eine Hausarbeit schreiben kann/muss/life is pointless. Habe ich abgefangen? Ich denke nicht. Habe ich eine neue Serie angefangen? Ja, ich bin bei Folge 11. Vielleicht schaue ich heute den Film (darüber schreibe ich die Arbeit) und schreibe morgen eine hingerotzte Gliederung. Prokrastination und ich sind enge Freunde. Da geht noch was. Außerdem habe ich dann bis zum 30. September noch massig Zeit. Ich kann nicht ewig an Texten schreiben. Ist hier noch jemand, der den damaligen Rat aus der Schule befolgt hat >15 Minuten vor Abgabe den Text nochmal zu überarbeiten? Ich fand das so sinnlos und habe eiskalt bis zum Ende geschrieben. Rebellin mit nem Kuli^^. Man könnte jetzt natürlich argumentieren, dass etwas mehr Einsatz und Perfektionismus auch lohnende Früchte tragen kann. Aber da bin ich ehrlich… Ich sitze dann lieber faul rum und esse Knäcke.

 

Jetzt:

Mit Schrecken musste ich eben feststellen, dass Freitag der 13. ist :O. Ahh… Und ich habe das Haus verlassen. Ahhh.. Bin auf der Autobahn gefahren. Ahhh.. Ich hätte sterben können. Ich muss heute noch einen Horrorfilm sehen. Die Hausarbeit habe ich tatsächlich pünktlich abgegeben und das Exposé sogar vor der Hochzeit noch geschrieben. Hingerotzt selbstverständlich. Die Hochzeit war so, so, so schön <3! Ich weiß, dass es zwar immer nur Braut und Bräutigam sagen, doch auch für mich gehörte der Tag zu den schönsten in 32 Jahren Lebenszeit. Apropos 32, ich hatte Ende September auch noch Geburtstag.

Anfang Oktober, am Geburtstag meiner Mama, habe ich dann erfahren, dass sie Brustkrebs hat, was mich wirklich aus der Bahn geworfen hat. Denotativ war die Diagnose nicht so heftig, da der wirklich kleine Tumor bei einer Routineuntersuchung entdeckt worden war. Konnotativ musste ich aber an meinen Papa denken, der 2007 an Krebs verstarb. Das war alles nicht schön. Mama wurde letzte Woche operiert und es lief wirklich gut. Vor allem bestätigte sich die Angst nicht, dass irgendwo anders noch ein Tumor steckt. Bald geht die Strahlentherapie los, dann Hormonbehandlung. Glück im Unglück, wenn man so will. Aber Krebs ist echt voll der dumme Ficker.

In der Uni stecke ich gerade total fest. Meine Motivation ist auf Weltreise gegangen und ich fühle mich ein wenig so, als ob sie nie wieder zurückkommt. Vielleicht ist sie irgendwo in der Südsee, trinkt nen netten Trink und hat tollen Sex. Schön für sie. Jedenfalls hat eine Sex. Bei mir dauert es bestimmt noch so 2 bis 10 Jahre. Und ich habe bald 2 sexlose Jahre um. Unfassbar. Passend zu dieser Zeit, gefüllt mit Zweifeln, Einsamkeit, Traurigkeit und der schmerzenden Frage nach Sinn kommt die #38. Fast immer, wenn es mir (oder ihm) nicht so gut geht, schreiben wir.

Also, hier die #38:

Prätentiös.

Wo fangen wir an. Hm. Ich hatte mein Profil auf der Sexseite eine Zeit lang gelöscht, war dabei mir ein neues Profil anzulegen und stand vor der quälenden Frage, wie ich mich nennen sollte. Ohne Witz, das ist total schwer! Schwanzlutscherin83, Mollige_Zaubermaus oder Bumstrulla. Man hat es aber auch nicht einfach… Vor allem sollte der Name potentielle Sexkontakte sieben. Ich wollte versuchen ein paar Männer auf mein Profil zu bringen, die ein wenig klug sind. Also überlegte ich mir einen so fancy prätentiösen Namen, dass es mir jetzt schon (es ist keine 10 Jahre her) peinlich ist. Odilette. Jap, das war der Name und in meinem Profil hieß es meine ich, dass es mich total anmachen würde, wenn irgendjemand darauf kommt, warum ich so heiße, bzw. welche Bedeutung dahinter steckt.

Kleine Anmerkung: Odilette ist der Zusammenschluss aus Odile und Odette, Rollen aus Schwanensee. Quasi das Reine und das verführerisch Dunkle in einer Person. Voll deep und so. Oh Gott ;D. Jedenfalls bekam ich ganz viele Nachrichten, die eine Verbindung zu Adiletten zogen. Ganz pfiffig: Odin und Adiletten. Als ob das nur annähernd einen Sinn ergeben würde. Egal. An Tag X hatte ich sämtliche Hoffnungen aufgegeben und war mir eigentlich schon sicher, dass da niemand niemals drauf kommen würde. Ich muss nochmal anmerken, dass ich nur darauf gekommen bin, weil ich mir Black Swan ausgeliehen hatte und als der Film öd wurde habe ich gegoogelt :D. Aber auf einmal stach mir diese eine Nachricht von #38 in meinen Posteingang ins Auge… Betreff: Hallo Schwanenkönigin (oder so ähnlich).

Bilder und Zuckerstangen 

Ich weiß noch genau, dass es in der Adventszeit war und ich weiß noch, wie ich auf meinem Bett saß, als ich die Nachricht las. Wow, ich war wirklich beeindruckt. War er das, der Mann meiner Träume und wird jetzt alles gut? Es wurde auf jeden Fall anders, denn #38 war zu keiner Zeit plump, sondern eher feinsinnig, was er glaube ich als schwache Eigenschaft einstufen würde. Ich fand und finde es sehr erfrischend mit jemanden Kontakt zu haben, der auch mal nachdenkt und ganz zauberhaft zwischen den Zeilen lesen kann. Wenn ich ihm jetzt schreiben würde, dass es mir super gehen würde, dann würde er merken, dass das nicht stimmt und nachhaken. Und das ohne Cam, sondern auf der Basis von meinem Text.

So erging es mir auch damals. Leider (Gedächtnis wie ein verdammtes Sieb) weiß ich nicht mehr alle Einzelheiten, aber ich kann mich noch an die Gefühle erinnern, die ich hatte. Verstanden werden, Akzeptanz meines Körpers, Interesse. Er schrieb oft genau das Richtige. Was mich anfangs verwirrte war aber, dass ich selbst gar nicht so plump sein konnte (oder wollte?). Mal eben so ein Tittenbild oder Frauenarzt hautnah kam mir, anders als bei alles anderen Männern, doof vor. Es war einen Hauch subtiler (Cameltoe) und enthielt eine Menge Arsch. Wobei der so groß ist, dass er sich auf fast jedes andere Bild schleicht. Diese Rampensau. Achja, und Bilder mit Hundeblick und Zuckerstange im Mund. Oha :D

Das erste Treffen

Ich glaube es dauerte eine Zeit bis wir uns das erste mal trafen. Ist ja auch egal. Ich verband gleich zwei Treffen miteinander, denn an Tag X traf ich mich tagsüber mit ein paar Frauen, die ich in einer Beautygruppe online kennengelernt hatte. Nach diesem Treffen wollte ich zu #38, da er in der selben Stadt wohnte. Zwei Treffen mit offline Unbekannten und ich war bei der Verabredung mit den Frauen viel aufgeregter ;D! Manche können so gemein sein… Aber es war sehr nett und ich stiefelte (nachdem ich in einem Kaufhof frische Klamotten anzog) zu ihm. Da kam dann doch dezente Aufregung hoch. Besser als Kotze sag ich immer.

Vor- und Nachteile

Ich war ein paar mal bei ihm und er war auch mal bei mir. Alles über eine sehr lange Zeit gezogen und die letzten Treffen waren auch eher freundschaftlich intendiert, bis er dann gestolpert ist. Ihr wisst schon. Ganz am Anfang dachte ich wirklich, dass er es sein könnte. Der Prinz^^. Weil er auch nett war und mir wirklich zuhörte und mich ausreden ließ. Das kannte ich von Männern mit denen ich Kontakt hatte nicht. Nur kam ich sexuell nicht mit ihm klar. Leider! Er ist nicht schlecht im Bett aber es ist nicht meine Art von Sex. Vielleicht bin ich ja die Verkorkste :D. Insgesamt war es mir zu langsam und zu zaghaft und es hat mich wahnsinnig gemacht, dass er seinen Penis nicht bis zum Anschlag in mich stieß, sondern nur die Hälfte in den Partytunnel führte. Haha. Ist Geschmackssache und mein Geschmack war es nicht. Aber das war ok, da er nach den ersten Treffen schrieb, dass er nur eine Freundschaft mit mir wollte. Also musste ich mir keine Gedanken über den Sex machen^^.

Nachdem wir Freunde waren, hatten wir, wie oben geschrieben, Sex, aber es ist nie DER Funke entstanden. Ich mag ihn als Mensch unheimlich gerne und würde mir zu jeder Zeit seine Probleme anhören und versuchen zu helfen. Er ist nämlich oft voll von Zweifeln und sich unsicher, was richtig und wichtig für ihn ist. Da sind wir uns sehr ähnlich. Und wir wollen beide einfach nur geliebt werden. Auf eine ganz entspannte, intime und besondere Art. Vielleicht hat es deshalb nie zwischen uns gefunkt. Vielleicht musste es aber auch gar kein Funken geben, da wir auf einer anderen Ebene viele positive Momente hatten. Als Freunde, die sich auch nackt kennen.

Liebster Award

Heute schon wieder ein neuer Artikel. Ja, wo soll das nur enden… Ich wurde von Katja von https://ingwerlatte1.wordpress.com/ nominiert und danke hiermit ganz recht herzlich <3!

 

Die Fragen:

1.) Woran glaubst Du?

Heidenei. Irgendwie an nichts. Früher hätte ich ganz fancy Karma oder Schicksal gesagt, aber mit dem Alter kommt dann so langsam die Gewissheit, dass es sowas irgendwie nicht gibt. Zumindest nicht so, wie man sich das vorstellt ;D. Ganz früher, also als Kind, da war ich sehr gläubig. Oder eher meine Version von gläubig. Ich habe für jeden Mist ein Gebet gesprochen und hatte mir -ohne Witz- in dem Geschirr meiner Uroma eine Fliege gehalten, die ich Jesus nannte. Die starb natürlich und mit ihr auch meine kindliche Faszination an Religion.

 

2.) Frühaufsteher oder Nachteule?

Irgendwie keins von beiden. Definitiv keine Frühaufsteherin aber jede Nacht ewig lange wach sein ist auch nichts für mich. Mittellang wach und lang schlafen ist mein Motto.

 

3.) Wenn Du Dir ein Leben aussuchen könntest, in welcher Zeit, wie und wo würdest Du leben wollen?

Oha. Ich finde das Viktorianische Zeitalter ja sehr schick ABER ich würde da keinen Tag überleben. Tollpatschig wie ich bin, würde ich mich direkt verletzen und müsste in ein ‚Krankenhaus‘. Ahhh. Diese hygienischen Standards. Und überhaupt. Nee, geht gar nicht. Da lobe ich mir unsere jetzige Medizin und Sauberkeit und streiche romantische Vorstellungen aus meinen Kopf.

Interessant würde ich die Zeit in Deutschland um 1933 finden. Vielleicht noch früher, so kurz vorm Hitlerputsch. Man kann viel lesen und sich erzählen lassen, aber ich hätte gerne selbst gesellschaftliche Strukturen miterlebt, die solch Grausamkeiten tragen, bzw. ertragen. Ich wäre irgendwo im Widerstand und wahrscheinlich getötet worden. Oder frühzeitig emigriert. Das sage ich jedenfalls jetzt. Vielleicht wäre ich auch eine Stumme, die nur den Arm nach oben streckt. Daher würde ich es gerne austesten.

 

4.) Was muss passieren damit Du mit einem Lächeln im Gesicht aufwachst?

Lustiger/schöner Traum, ich höre draußen Regen oder weiß, dass ich etwas Tolles vorhabe.

 

5.) Warum bloggst du?

Ich habe ab und an ein Mitteilungsbedürfnis. Zudem unterhalte ich gerne Menschen und möchte positive Momente schenken. Kumbaya my lord…

 

6.) Wie kamst Du auf Deinen Bloggernamen?

Die #28 nannte mich immer Vanina und da nur Vanina vergeben war, kam noch das W. hinzu. Er meinte auch mal, dass Vania W. mein perfekter Pornoname wäre. Das W. steht für Wichsegeile ;D. Und 42 Männer wegen der Anzahl der Männer. Der Zusatz – die Antwort auf alle Fragen? – ist eine Anspielung auf ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘.

 

7.) Welcher Beitrag gefällt Dir persönlich in Deinem Blog am Besten und warum?

Schwierig. Ich mag die #21 und #30 sehr gerne, aber ‚Das Ding mit der richtigen Kleidung‘ spielt auch vorne mit. Ich kann es nicht wirklich sagen.

 

8.) Und welcher Beitrag hat Dich auf einem anderen Blog besonders berührt oder hat Dir besonders gefallen?

Hm… Ich gebe zu, dass mir oft die Zeit fehlt, um alle Blogs zu lesen, denen ich folge. Doof, aber wahr. Als erstes ist mir bei der Frage ein Blog eingefallen, der in der Vorschau Gifs aus Pornos verwendet. Das hat mich berührt. Deep inside.

 

9.) Was sollten wir unbedingt noch über Dich wissen ???

I like trains.

 

10.) Du als Superheld. Was wäre deine Superkraft?

Selbstzufriedenheit schenken. Oder mal wie Buffy sein. Bin mir da noch unsicher.

 

11.) Was würdest Du gerne tun, wenn Du 1 Tag mal dem anderen Geschlecht angehören würdest?

Da hier wahrscheinlich das männliche Geschlecht gemeint ist: Wichsen und hemmungslos mein Sperma durch die Luft werfen.

 

Die Regeln:
1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke in Deinem Artikel auf ihren Blog.
2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellte.
3. Nominiere 5-11 weitere Blogger für den Liebster Award.
4. Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster-Award-Blogartikel.
6. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blogartikel.

 

Ich wähle… (habe es tatsächlich geschafft 11 Personen zu nominieren^^)

https://kampflustigerpazifist.wordpress.com/

https://fran2world.wordpress.com/

https://frannie11.wordpress.com/

https://lovehardblog2013.wordpress.com/

https://nailpolishandsex.wordpress.com/

https://stolperblog.wordpress.com/

https://unbuntpunkt86.wordpress.com/

https://carpediesenscheissdiem.wordpress.com/

http://jewelsmakeupcorner.blogspot.de/

https://aladysdirtymind.wordpress.com/

http://meine-schatulle.blogspot.de/

 

Eure Fragen:

1.) Tada, nun ist es soweit. Zombies wandern auf der Erde. Damn. Wie sieht dein Plan aus?

2.) Du dürftest eine prominente Person wieder zum Leben erwecken, wer wäre es?

3.) Sagen wir mal, dass ich Dir jetzt einen 50 € – Gutschein von Amazon schenke. Was würdest Du Dir kaufen?

4.) Du hast die Wahl: Mehr Zeit oder mehr Geld?

5.) Neo Magazin Royale oder Circus Halligalli? Oder: Hä, was ist das?

6.) Nenne mir bitte Deine Top 5 an Serien.

7.) Und wenn wir schon dabei sind, Deine Top 5 in Bezug auf Filme.

8.) Über was würdest Du niemals bloggen?

9.) Wir haben ein Date. Wie könnte ich Dich um den Finger wickeln? Hrr…

10.) Mit was kann man Dich ganz zuversichtlich in hochroter Wut versetzen?

11.) Wie war Dein Tag?